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Sehschule |
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in der Sehschule unserer Augenarztpraxis betreut eine staatlich geprüfte Orthoptistin Patienten aller Altersgruppen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern
(der Orthoptik und Pleoptik). |
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| Was ist eine Orthoptistin?
Der Beruf der Orthoptistin gehört zur Gruppe der medizinischen Assistenzberufe. Zu ihren Aufgaben gehört die Erkennung einer Schielstellung (Strabismus) bei Kleinkindern, um möglichst bald mit der Okklusionstherapie (stundenweise Zukleben des gesunden Auges) beginnen zu können, womit möglicherweise eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) des schielenden Auges verhindert werden kann. Zum Tätigkeitsfeld der Orthoptistin gehört ebenfalls die Behandlung von Erwachsenen mit Sehstörungen wie z B Doppelbildern, verschwommenem Sehen, 'tanzenden Buchstaben' beim Lesen u.s.w... Letztere Symptome können auftreten, wenn ein verstecktes (latentes) Schielen vorliegt, eine sog. Heterophorie. |
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| Diese Schielform ist nur nachzuweisen, wenn mittels bestimmter Untersuchungsmethoden die beidäugige Zusammenarbeit unterbrochen wird. Eine spezielle Brille mit entlastenden Prismen kann zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und zum Wohlbefinden beitragen. | ||||||||
| Was ist Schielen? Schielen ist oft eine schwere Sehbehinderung und nicht nur ein Schönheitsfehler. Die Behandlung des Schielens sollte so früh wie möglich beginnen, da mit dem Fortschreiten des Lebensaltes die Chancen auf einen Erfolg der Behandlung mit jedem Jahr erheblich sinken. Wenn Sie eine Fehlstellung der Augen bei ihrem Baby oder Kleinkind feststellen suchen Sie bitte sofort einen Augenarzt auf! Wie wirkt sich das Schielen auf das Sehvermögen aus? Im Gehirn eines Kindes führt dies dazu, dass das von einem Auge gelieferte Bild einfach unterdrückt wird, was zur Folge hat, dass dieses Auge seine Sehkraft "verlernt". Das Auge ist zwar organisch gesund, wird aber trotzdem sehschwach ("ambylop"). Ohne Behandlung entwickeln 90 % aller schielenden Kinder eine solche Ambylopie. Wird das Schielen nicht rechtzeitig erkannt und behandelt entsteht eine lebenslange Sehschwäche, denn das Auge ist von sich aus nicht in der Lage das sehen wieder zu "erlernen". Die Beeinträchtigungen ihres Kindes im Alltags- und Berufsleben sind immens. Treffen Sie also - vor allem im Sinne ihres Kindes - rechtzeitig Vorbeugemaßnahmen und suchen Sie einen Augenarzt auf. Ambylopie läßt sich - wenn rechtzeitig behandelt wird - so gut wie immer verhindern.
Weicht die Blickrichtung des einen Auges jedoch ständig von der Blickrichtung des anderen ab, so sollten Sie umgehend einen Augenarzt aufsuchen. Der kann bereits bei Säuglingen ein mögliches Schielen feststellen und die Behandlung zur richtigen Zeit einleiten. Welche Formen des Schielens gibt es? Wechselseitiges ("alternierendes") Schielen Einwärtsschielen Auswärtsschielen Höhenschielen Verrollungsschielen Latentes Schielen (Info: "Winkelfehlsichtigkeit") Manifestes Schielen Mikroschielen Welche Ursachen hat das Schielen? Weitere Ursachen für das Schielen können Erkrankungen des Auges sein. Wie z.B. angeborene seitenungleiche Brechungsfehler, einseitige Linsentrübungen, Tumore im Auge oder Verletzungen. Eine "erworbene" Fehlstellung kann aber auch plötzlich auftreten, z.B. bei Kinderkrankheiten, bei hohem Fieber, nach Unfällen - etwa Gehirnerschütterung, Linsentrübung oder Netzhautablösung - oder in schweren seelischen Krisen. Welche Früh- oder Warnzeichen gibt es beim
Schielen? Hinweise auf ein drohendes oder schon eingetretenes Schielen können
sein: Das ihr Baby schielt können Sie bei nicht zu kleinen Abweichungen so erkennen: Welche Vorsorgeuntersuchungen gibt es?
Wie behandelt man Amblyopie? Verträgt ein Kind die Hautpflasterbehandlung nicht, wird der Augenarzt Augentropfen oder Augensalben verordnen, die nach festgelegtem Zeitplan in das nicht-schielende Auge gegeben werden. Die Pupille des besseren Auges wird dadurch erweitert, die inneren Augenmuskeln vorübergehend entspannt und das schielende Auge trainiert - da das Kind nun überwiegend dieses Auge benutzt. Das sorgsame Einhalten der vom Augenarzt in jedem einzelnen Fall für das schielende und das nicht-schielende Auge exakt ermittelten Behandlungs- bzw. Trainingsphasen ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg der Amblyopiebehandlung. Führen all diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, so kann der Arzt eine Schulungsbehandlung verordnen. Die Amblyopievorsorge und -behandlung ist meist sehr langwierig und muss über Jahre bis ins Wachstumsalter hinein zusätzlich zur Brille und auch nach erfolgreicher Operation fortgesetzt werden. Jedoch kann bei Schulkindern der Verschluss eines Brillenglases meist das Hautpflaster ersetzen. Was geschieht bei der Schieloperation? Die Schieloperation selber birgt aber nahezu kein Risiko und hat sehr gute Erfolgsaussichten. Das Kind spürt von dem Eingriff nichts, da die Operation in Allgemeinnarkose durchgeführt wird. Lediglich bis zu 48 Std. nach dem Aufwachen wird im allgemeinen eine Reaktion des Auges beobachtet und dies auch in erträglichem Maße. Das Auge wird bei der Operation weder herausgenommen noch aufgeschnitten, sondern lediglich die leicht heilende Bindehaut wird geöffnet. Ob ein einmaliger Eingriff genügt hängt vom Ergebnis der Vorbehandlung und der Art der Fehlstellung ab. Wie können Eltern und Augenarzt zusammenarbeiten? Auch ist eine Menge Geduld nötig, da sich die Behandlung einer Amblyopie sich bis zum 12. Lebensjahr und manchmal darüber hinaus erstrecken kann. Weiterhin sind Rückfälle noch bis ins Wachstumsalter hinein möglich. Das Kind sollte also während der ganzen Zeit stets Trost und Hilfe bei den Eltern finden können. Ihr Augenarzt kennt diese Problematik und wird Sie in jeder Weise unterstützen: medizinisch, psychologisch und durch eingehende Informationsgespräche. |
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