Bildschirmarbeit

Unsere Praxis bietet Erfahrungen und Kompetenz zur Durchführung von Bildschirmarbeitsplatz-Untersuchungen.

Bildschirm-Arbeitsplatz-Untersuchung

Ob im Straßenverkehr, im Beruf oder in der Freizeit:
Die moderne Technik hat in allen Bereichen unseres Lebens Einzug gehalten und dadurch verändern sich natürlich auch die Anforderungen an unsere Augen und unsere Sehschärfe.

Die, durch die Automatisierung von Arbeitsprozessen, wachsenden Anforderungen an unsere Aufnahmefähigkeit und die Fähigkeit diese Informationen zu verarbeiten führen zwar zu einer Entlastung im Bereich der körperlichen Tätigkeit, stellen aber auf der anderen Seite eine enorme Belastung unserer sinnlichen Wahrnehmung dar.

So tragen die Augen, z.B. bei der Bildschirmarbeit, die Hauptverantwortung und Sie sollten deshalb einige Punkte besonders beachten um ihre Sehschärfe und damit ihre Gesundheit zu erhalten. Das gilt sowohl für die Einrichtung als auch für die Nutzung ihres Arbeitsplatzes.

Deshalb hat der Ausschuss 'Arbeitsmedizin' der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, dem auch Augenärzte beratend angehören, verschiedene Sicherheitsregeln zur Ergonomie des Bildschirm-Arbeitsplatz sowie Richtlinien zur Vorsorgeuntersuchung von Beschäftigten an Bildschirm-Arbeitsplätzen (früher 'Grundsatz G 37') erlassen, welche die entsprechende EG-Richtlinie ergänzen.

Wenn Sie diese Regeln - unter anderem die regelmäßige Untersuchung ihrer Sehschärfe - beherzigen, wird ihnen ein beschwerdefreies Arbeiten am Bildschirm ermöglicht.

Was kann ich selber tun um meinen Arbeitsplatz optimal einzurichten?

Ein sehr wichtiges Kriterium bei der Einrichtung ihres Arbeitsplatzes sind die Lichtverhältnisse. Der Optimalwert liegt bei einer Beleuchtungsintensität von 400 bis 600 Lux - das bedeutet, dass Sie in der Regel nicht auf Kunstlicht verzichten können. Beachten Sie dabei, dass sich die Leuchtquelle nicht im Bildschirm spiegelt.

Bewährt hat sich eine indirekte Beleuchtung, insbesondere auf der Fläche hinter dem Monitor. Störende Reflexe im Fensterbereich können Sie mit Hilfe von Vorhängen und Jalousien mindern oder ganz ausschalten. Stellen Sie den Bildschirm nicht mit Blickrichtung zum Fenster, da der Kontrast zwischen hellem Tageslicht und dunklem Bildschirm zu Anpassungsschwierigkeiten der Augen führen kann.

Achten Sie sowohl bei der Farbgebung der Einrichtung als auch bei ihren Bekleidung darauf, dass Sie keine intensiven Farben verwenden, sondern die Farbwahl eher aus der Palette der gedeckten Farben wählen.

Vermeiden Sie auch farbige Lichtquellen und Leuchtstoffröhren ohne Abdeckung. Falls Sie Leuchtstoffröhren verwenden sollten diese längs der Blickrichtung angebracht werden.

Achten Sie darauf, dass sich keine Lichtquellen, spiegelnde oder sehr helle Flächen in ihrem Rücken befinden, da auch diese störende Reflexionen hervorrufen können.

Vermeiden Sie auch kleine Reflexe auf dem Bildschirm, da diese Unbewusst eine Fehlstellung der Körperhaltung bewirken und so zu Muskelverspannungen führen, welche wiederum Kopfschmerz oder gar Haltungsschäden zur Folge haben können.

Generell gilt: Die Beleuchtung sollte weder zu hell noch zu dunkel sein, da beides zu einer körperlichen Überlastung führen kann.

Der richtige Abstand zwischen Auge und Bildschirm liegt bei einer Entfernung zwischen 50 und 70 cm. Nur in diesem Bereich ist ein ermüdungsfreies Sehen gewährleistet und er sollte in ihrem eigenen Interesse unbedingt eingehalten werden.

Nutzen Sie die Möglichkeit die Einstellung ihres Bildschirmes zu konfigurieren. Achten Sie auf einen guten Kontrast, eine ausreichende Zeichengröße und eine ausgewogene Helligkeit. Ein schwarzer Hintergrund führt zu einer erhöhten Reflexion der Umgebung und so zu unangenehmen Nebeneffekten.

Hier noch einige Maße für die optimale Einrichtung ihres Bildschirmarbeitsplatzes:

  • Sehabstand: 50 bis 70 cm
  • Tischhöhe: 72 cm
  • Beinfreiheit vertikal: mind. 65 cm
  • Beinfreiheit vertikal: mind. 60 cm
  • Oberste Bildschirmzeile in Augenhöhe oder etwas darunter. Eine leichte Blickneigung von etwa 30 Grad wird im allgemeinen als besonders angenehm empfunden - größer jedoch darf der Neigungswinkel nicht sein.

Soll ich Arbeitspausen einlegen?

Unterbrechen Sie die konzentrierte Arbeit am Bildschirm durch kurze Pausen in regelmäßigen Abständen, denn es gilt: Mehrere kurze Pausen sind wirkungsvoller als eine lange. Nutzen Sie die Pause um sich zu Bewegen und machen Sie gegebenenfalls auch Entspannungsübungen.

Gönnen Sie auch während der Arbeitsphasen ihren Augen ab und zu eine Entlastung indem Sie einen anderen Punkt im Raum fixieren und nicht den Monitor.

Sorgen Sie am Wochenende für einen Ausgleich zum Arbeitsalltag und nutzen Sie ihre Freizeit für sportliche Aktivitäten wie etwa Schwimmen (Sehr hilfreich bei Beschwerden im Rücken- und Nackenbereich) oder machen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft.

Das gleiche gilt natürlich auch für den Feierabend während der Woche.

Das ist nicht nur für den Körper sehr wohltuend sondern entspannt auch von der geistigen Tätigkeit.

Vermeiden Sie hingegen, dass Wochenende vor dem Fernseher zu verbringen, denn auch der Fernseher ist nur ein Bildschirm.

Was besagen die Vorschriften zum Bildschirm-Arbeitsplatz"?

Es gelten exakt definierte Vorschriften für Betriebe hinsichtlich der Sehschärfe der Arbeitnehmer.
Folgende Prüfungen des Sehvermögens werden in der gewerblichen Berufsgenossenschaften festgelegt:

  • Sehschärfe
  • beidäugiges Sehen
  • Farbsinn
  • zentrales Gesichtsfeld

In der gewerblichen Berufsgenossenschaften wird besagt, dass Mitarbeiter, die auf beiden Augen 0,8 der normalen Sehschärfe erreichen, ohne weiteres für diese Aufgabe geeignet sind. (Normale Sehschärfe: 1,0 beiderseits.) Häufig liegt die Sehschärfe noch darüber.

Ob eine augenärztliche Untersuchung erforderlich ist zeigt sich beim sog. Siebtest. Wird die vorgeschriebene Sehschärfe nicht erreicht , so ist eine weitere Untersuchung notwendig. Oft kann die Fehlsichtigkeit mit einer entsprechenden Brille oder Kontaktlinsen korrigiert werden. Besteht diese Möglichkeit nicht oder werden keine zufriedenstellenden Verbesserungen erreicht, so muss der Augenarzt entscheiden, ob dem Betreffenden die Bildschirmarbeit möglich ist. Eine vom Augenarzt zu begründende absolute Nichteignung kommt jedoch äußerst selten vor.

Die natürliche Nah-Sehschärfe nimmt mit zunehmendem Alter ab. Diese Entwicklung ist vollkommen normal und wird hervorgerufen durch die nachlassende Akkommodation, also die Fähigkeit der Augen, sich auf nähere Ziele einzustellen. Dieser Prozess beginnt etwa mit dem 40. Lebensjahr und schreitet kontinuierlich fort bis zu einer Sehschärfenminderung von über 50 Prozent.

Diese sogenannte altersbedingte Weitsichtigkeit wird als Presbyopie bezeichnet. Kommen keine krankhaften Veränderungen des Auges hinzu, lässt sie sich mit entsprechenden Brillen immer korrigieren. Vielen Menschen gar nicht bewusst, dass ihre Sehfähigkeit nachlässt, da das Auge dazu neigt, mangelnde Sehschärfe durch größere Anstrengung seines Sehapparates zu kompensieren. Sie leiden dann "nur" unter den Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen und schnellere Ermüdung.

Nachuntersuchungen sind im Abstand von fünf Jahren festgelegt. Die Untersuchungs-lntervalle verkürzen sich auf drei Jahre mit fortschreitendem Lebensalter.

Auch das räumliche Sehen, spielt an diesem Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. Besteht ein latentes, das heißt ein unterdrücktes und normalerweise nicht sichtbares Schielen (Heterophorie), können bei Anstrengung und Ermüdung Doppelbilder auftreten. Im Extremfall sieht man sogar vorübergehend nur noch mit einem Auge, weil das andere so weit in eine Schielstellung abweicht, dass im Gehirn das von diesem Auge aufgenommene Bild unterdrückt wird. Wenn die Schielstellung des Auges seit der Kindheit besteht, ist damit auch sehr häufig eine ausgeprägte Schwachsichtigkeit des schielenden Auges (Amblyopie) verbunden. Der Betroffene ist funktionell praktisch einäugig. Verfügt das andere Auge jedoch über eine gute Sehschärfe, kann auch dieser Mitarbeiter - unter bestimmten Voraussetzungen - Arbeiten am Bildschirm ausführen. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass er sehr viel schneller ermüdet als jemand mit beidseitig intaktem Sehvermögen.

Die Arbeit am Bildschirm ist mit ständigem Blickwechsel zwischen Monitor und schriftlicher Vorlage verbunden. Deshalb kommt der Beweglichkeit der Augen besondere Bedeutung zu. Es darf keine Störung in der Zusammenarbeit der Augenmuskeln vorliegen. Doppelbilder können in einem solchen Fall die Folge sein.

Farbfehlsichtigkeit, die sich im Gegensatz zu Brechungsfehlern des Auges nicht beheben lässt, schließt die Arbeit an den heute üblichen farbigen Bildschirmen dennoch nicht aus. Programme sind auch für Personen mit Farbsinn-Störungen nutzbar, da Farbe in der Regel nicht einziges Erkennungsmerkmal ist. Lediglich für Aufgaben, bei denen Mehrfarbigkeit zur Unterscheidung dient, sollte eine normale Farbtüchtigkeit gegeben sein, da stärkere Störungen in diesem Bereich zur Farbvertauschung und damit zu möglichen Fehlern führen.

Brauche ich eine besondere Brille für die Bildschirmarbeit?

Die normale Brille ist solange auch für die Sehanforderungen am Bildschirm geeignet bis die Akkommodation (natürliche Naheinstellung) nachlässt. Gleiches gilt für Kontaktlinsen.

Bei fortgeschrittener Presbyopie (altersbedingter sogenannter Weitsichtigkeit) kommt man allerdings mit einer " Lesebrille" oder mit Zweistärkengläsern nicht mehr aus, weil die Distanz vom Auge zum Bildschirm oder zur Textvorlage eine andere als beim Lesen von Schriftstücken ist. Je weniger sich das Auge auf Entfernungsunterschiede einstellen kann, um so mehr kommt es darauf an, dass die Korrektionswerte der Gläser exakt auf die für die Arbeit am Bildschirm erforderlichen Sehdistanzen abgestimmt sind.

Verschiedene Hersteller haben sogar besondere "Bildschirm-Arbeitsplatz-Brillen" entwickelt. Diese Brillen sind speziell auf die besonderen Entfernungen (Verhältnisse) am BAP abgestimmt und gewährleisten hohe Sehschärfe am Bildschirm, Tastatur und Vorlage.

Vermeiden Sie es stark getönte Gläser bei der Arbeit am Bildschirm zu tragen, denn diese verändern die Leuchtdichteverhältnisse ungünstig. Zu empfehlen ist dagegen eine Entspiegelung der Gläser, diese mindert auftretenden Reflexe auf dem Brillenglas.

Kann die Arbeit am Bildschirm meine Psyche beeinflussen?

Der Mensch reagiert sensibel und meist unterbewusst auf Störungen seines Wohlbefindens. Häufig wird das Unbehagen dann auf die Arbeit selber zurückgeführt und nicht auf die Umstände die es bewirken. Das Unterbewusstsein reagiert auf körperliche Beschwerden, die durch eine mangelhafte Einrichtung des Arbeitsplatzes entstehen und wehrt sich mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Unwohlsein und Abgeschlagenheit. Werden jedoch die Ursachen nicht behoben, kann mit der Zeit aus der rein psychischen Belastung eine organische Unstimmigkeit entstehen.

Je nach dem Charaktertyp des Menschen sind auch seine Reaktionen sehr unterschiedlich. Da sie von seinem Unterbewusstsein bestimmt werden ist häufig nicht auf den ersten Blick ersichtlich welche Faktoren diese Reaktionen auslösen.

Sympathikus-Charaktere sind prädestiniert für Magengeschwüre da sie eine Veranlagung zu Aggressionen haben. Anders dagegen die Vagusbetonten Menschen. Sie reagieren depressiv auf Einflüsse die ihre Arbeitsfreude mindern und leiden dann immer häufiger unter Kopfschmerzen, welche keineswegs auf Einbildung beruhen und unbedingt ernst zu nehmen sind.

Bei einem solchen Verlauf spricht man von psychosomatischen Erkrankungen.

Deshalb die Bedürfnisse des Menschen bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes im Vordergrund stehen. Eine erfüllende berufliche Tätigkeit hängt nicht allein von sozialen Kontakten zu Mitarbeitern und Vorgesetzten ab. Wahrnehmungs-physiologische und psychologische Faktoren haben bei der Arbeit am Bildschirm-Arbeitsplatz einen wesentlich höheren Einfluss auf Psyche und Gesundheit als viele Menschen glauben. Sehprobleme sind direkt oder indirekt häufig die Ursache für Probleme am Arbeitsplatz.

Diese Probleme bleiben ihnen erspart, wenn Sie rechtzeitig und regelmäßig Ihren Augenarzt aufsuchen.

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Augenarztpraxis Wefelmeyer