Lidchirurgie

  
Wir führen Lidoperationen (z.B.Dermatochalasis) ambulant oder stationär als Belegärzte im St. Josefs-Hospital Bochum-Linden durch. 

St. Josefs-Hospital Bochum Linden
Axstr. 35
D-44879 Bochum

Operation der Liderschlaffung (Dermatochalasis)

Die Untersuchung ergab eine Erschlaffung des Lidgewebes, welche operativ korrigiert werden sollte. Vor der Operation sollten Sie naheliegende, typische Risiken und Folgen des geplanten Eingriffs kennen, damit Sie sich entscheiden können. Diese Aufklärungsseite soll Ihnen helfen, sich auf das Gespräch vorzubereiten.

Bei der im mittleren und höheren Lebensalter häufig auftretende Dermatochalasis liegt ein Lidhautüberschuß vor. Am Unterlid kommt es zur Ausbildung von sog. "Tränensäckchen". Die vergrößerte Deckfalte am Oberlid kann in ausgeprägten Fällen zu einer Gesichtsfeldeinengung nach außen führen. Solange die Haut des Oberlides die Lidkante noch nicht überschreitet, liegt mehr eine kosmetische Indikation vor (sog. "Schlupflid").
  

Wie wird die Operation durchgeführt?

Bei einer Blepharoplastik des Oberlides werden nach einer ersten Hautdesinfektion und noch vor der Infiltrationsanästhesie (örtliche Betäubung) die Grenzen der Schnittführung mit einem Stift vorgezeichnet. Die Schnittführung wird der ehemalige bestehenden Lidfurche des Patienten angepasst. Erst danach erfolgt die Injektion der örtlichen Betäubung.
Der angezeichnete zu entfernende Hautlappen wird zunächst mit dem Skalpell vorgeritzt und danach der Schnitt mit der Schere vervollständigt, um die darunter liegende Lidhebermuskulatur nicht zu verletzen. Danach erfolgt eine sorgfältige Blutstillung. Anschließend wird die Hautnaht durchgeführt.

Ist mit Komplikationen zu rechnen?

Kein Eingriff ist völlig frei von Risiken. Auch den Erfolg seiner Behandlung kann kein Arzt garantieren. Schwerwiegende Komplikationen sind bei der Operation der Dermatochalasis sehr selten.
Trotz größter Sorgfalt können folgende typische Komplikationen auftreten:

  • Blutungen in das Lid
  • Infektionen sind aufgrund der vor, bei und nach der Operation durchgeführten Maßnahmen zur Beseitigung der krankmachenden Keime sehr selten
  • Überschließende Narbenbildung (Keloid)
    Einige wenige Menschen neigen zur sogenannten Keloidbildung, d.h. eine Narbe heilt nicht glatt zu einem schmalen Strich zusammen, sondern wulstförmig.

Bei einer sehr ausgeprägten Lidhauterschlaffung mit evtl. zusätzlicher Brauensenkung (Brauenptosis) kann es zu einem kosmetisch unbefriedigendem Ergebnis kommen, in Einzelfällen kann eine nochmalige Operation erforderlich werden.

Worauf ist nach der Operation zu achten?

Bitte beachten Sie auch die vorübergehende Einschränkung Ihrer Straßenverkehrstauglichkeit.
Sie dürfen in den ersten 12-24Stunden nach der Operation kein Kraftfahrzeug steuern, sowie nicht an Maschinen arbeiten.
Ca. 1-2 Wochen nach der Operation ist mit einer ausgeprägten Lidschwellung zu rechnen. Sie sollten die Anweisungen Ihres behandelnden Arztes hinsichtlich der Nachbehandlung (Anwendung von Augensalben, Kühlmasken) genau befolgen.
Es ist notwendig, den Heilverlauf nach der Operation gewissenhaft zu überprüfen.
Fragen Sie daher Ihren Arzt, wann und wo eine Kontrolluntersuchung stattfinden soll.

Fragen zum Aufklärungsgespräch:

Im Aufklärungsgespräch sollten Sie nach allem fragen, was Ihnen wicht oder noch unklar erscheint, so z.B.:

  • Wie notwendig und dringlich ist die Behandlung?
  • Bestehen persönliche Risiken oder seltene Komplikationen, die im Aufklärungsblatt nicht erwähnt sind?
  • Gibt es andere Behandlungsmöglichkeiten?

Wichtige Fragen:

1. Sind Störungen des Stoffwechsels (z.B. Zuckerkrankheit) oder wichtigerOrgane (Kreislauf, Herz, Nieren, Leber, Lungen, Schilddrüse, Nervensystem) bekannt?
2. Leiden Sie an einer Infektionskrankheit (z.B. Hepatitis, AIDS)?
3. Wurden Allergien oder Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. gegen Pflaster, Farbstoffe, Latex, Medikamente, Nahrungsmittel beobachtet?
4. Kam es bei früheren Operationen oder Verletzungen (z.B. Zahnbehandlung) zu verstärkter Blutung/Blutverlusten? Nehmen Sie regelmäßig blutgerinnungshemmende Mittel (z.B. Marcumar, Aspirin) oder andere Medikamente (z.B. Herz-, Verhütungsmittel, Hormone) ein?